Betriebsmedizin München – ärztliche Versorgung am Arbeitsplatz
Wir sind Betriebsärzte in München und kümmern uns um die Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – nicht erst, wenn etwas passiert ist, sondern bevor es soweit kommt. Unsere Praxis liegt zwischen Hauptbahnhof und Stachus, in der Schützenstraße 3. Wir betreuen Münchner Unternehmen von zehn bis zu mehreren hundert Beschäftigten.

Was Betriebsmedizin ist – und was nicht
Betriebsmedizin ist die ärztliche Arbeit dort, wo Menschen ihren Beruf ausüben. Wir behandeln keine akuten Krankheiten – das machen Hausärzte und Fachärzte für innere Medizin, Orthopädie oder andere Disziplinen. Wir schauen uns an, ob die Arbeit gesundheitlich passt, ob Belastungen am Arbeitsplatz erkennbar sind, und wo man frühzeitig eingreifen kann, bevor jemand erkrankt.
Konkret sieht das so aus: Wir machen Vorsorgeuntersuchungen nach den geltenden Vorschriften, wir begehen Arbeitsplätze, wir beurteilen die Eignung für bestimmte Tätigkeiten, wir beraten HR und Geschäftsführung bei Gesundheits- und Arbeitsschutzfragen, und wir kümmern uns um die Dokumentation, die das Gesetz vorschreibt.
Betriebsmedizin, Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz – wo liegt der Unterschied?
Drei Begriffe, die oft durcheinander geraten:
- Arbeitsmedizin ist die ärztliche Facharztrichtung. Wer Facharzt für Arbeitsmedizin werden will, durchläuft eine fünfjährige Weiterbildung. Die Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin können Ärzte aus anderen Fachgebieten zusätzlich erwerben.
- Betriebsmedizin ist die laufende Arbeit im konkreten Betrieb – die regelmäßige Betreuung eines Unternehmens durch einen Arzt mit entsprechender Qualifikation.
- Arbeitsschutz ist breiter und umfasst alle Maßnahmen zur Sicherheit am Arbeitsplatz – technische, organisatorische und persönliche. Der Betriebsarzt ist nur ein Teil davon. Die andere Säule ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa).
Welche Gesetze hier in Deutschland greifen
Drei Vorschriften sind in der Praxis relevant:
Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) sagt: Jedes Unternehmen mit mindestens einem Beschäftigten braucht einen Betriebsarzt und eine Fachkraft für Arbeitssicherheit. Das gilt auch für GbRs, Startups mit nur einem Angestellten, oder Familienbetriebe.
Die Arbeitsmedizinische Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) regelt die Untersuchungen: Pflichtvorsorge bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten, Angebotsvorsorge bei anderen, Wunschvorsorge auf Initiative des Mitarbeitenden.
Die DGUV Vorschrift 2 beschreibt den Betreuungsumfang. Bei kleinen Betrieben bis 50 Beschäftigte ist das vereinfachte Unternehmermodell möglich, größere Betriebe haben Grundbetreuung plus betriebsspezifische Betreuung.
Betriebsmedizin in München
In München arbeiten über 850.000 Menschen in sehr unterschiedlichen Branchen – IT, Medizintechnik, Versicherung, Industrie, Pflege, Gastronomie. Jede Branche bringt eigene Schwerpunkte mit:
- G37 (Bildschirmarbeitsplatz) bei IT, Beratung und Verwaltung
- G42 (Infektionsgefährdung) bei Pflege, Labor, Gastronomie
- G20 (Lärm) und G26 (Atemschutz) bei Produktion und Handwerk
- G25 (Fahr- und Steuertätigkeiten) im Außendienst und in der Logistik
Eine zentrale Lage hilft den Mitarbeitenden. Unsere Praxis liegt in der Schützenstraße 3, 200 Meter vom Hauptbahnhof. Mit S- und U-Bahn ist man aus den meisten Münchner Stadtteilen in 15 bis 20 Minuten bei uns. Wenn das Untersuchungsvolumen größer ist, kommen wir auch in Ihr Unternehmen.
Wer mit Ihnen arbeitet
Betriebsmedizinische Betreuung läuft nie nur über einen Arzt – sondern immer im Zusammenspiel mit:
- Betriebsarzt für alle ärztlichen Fragen, Untersuchungen, Begehungen und Beratung
- Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) für die sicherheitstechnische Seite – wir vermitteln das bei Bedarf mit
- Arbeitspsychologin oder Arbeitspsychologe bei Themen wie Stressbelastung oder psychischer Gefährdungsbeurteilung
- Unsere medizinischen Fachangestellten für die Organisation – Termine, Dokumentation, Vorbereitung
Was Munich Prevent besonders macht
Unsere Praxis hat zwei Eigenheiten, die in München eher selten sind:
Erstens, betriebsärztliche Praxis und allgemeinmedizinische Hausarztpraxis (die Schützenpraxis) sind direkt verbunden. Wenn bei einer Vorsorgeuntersuchung etwas auffällt, das ärztlich abgeklärt werden sollte, kann der Mitarbeitende denselben Tag zur Hausärztin nebenan. Kein neuer Termin, kein Informationsverlust.
Zweitens, Sie reden mit dem Arzt selbst, nicht mit einem Vermittler. Anfragen lese ich – Dr. Felix Gußmann – persönlich, und ich melde mich auch persönlich zurück. Das ist bei großen Betriebsärztlichen Diensten oft anders.
Was Sie davon haben
Ehrlich gesagt: Die meisten Unternehmen, mit denen wir arbeiten, kümmern sich um Betriebsmedizin nicht weil sie wollen, sondern weil sie müssen. Trotzdem ist es lohnend, wenn man’s richtig macht:
- Wenn die Berufsgenossenschaft oder ein Prüfer kommt, ist die Dokumentation vorhanden und sauber
- Bei Audits (ISO 45001 oder Kunden-Audits) ist Arbeitsschutz häufig ein Prüfthema – mit ordentlicher Betreuung kein Stress
- Wenn ein Mitarbeitender wegen einer Tätigkeit erkrankt, ist die Eignungsuntersuchung dokumentiert und reduziert Haftungsrisiken
- Junge Bewerber:innen schauen heute auf Arbeitsschutz und Gesundheitsangebote – Betriebsmedizin ist Teil dessen, was Sie als Arbeitgeber sichtbar machen können
- Die steuerliche Behandlung ist günstig – Aufwendungen für betriebsärztliche Betreuung sind voll als Betriebsausgaben absetzbar
Wie es weitergeht
Je nach Größe und Bedarf gibt es drei sinnvolle Wege:
Bis 100 Mitarbeitende
Unser Kostenrechner gibt in zwei Minuten eine konkrete Bandbreite, ohne dass Sie sich anmelden oder einen Vertrag schließen müssen.
Größere Unternehmen oder komplexere Anforderungen
Mehrere Standorte, Audit-Vorbereitung, branchenspezifisches Gefährdungsbild – das passt nicht in einen Standardvertrag. Schildern Sie mir kurz Ihre Situation, ich melde mich persönlich zurück.
Einzelne Untersuchungen oder Termine
Für eine konkrete Eignungsuntersuchung, eine G37 oder eine Einstellungsuntersuchung können Sie direkt online einen Termin buchen.
Häufige Fragen
Ab wann brauche ich als Arbeitgeber einen Betriebsarzt?
Schon ab dem ersten Beschäftigten – egal ob Vollzeit, Teilzeit oder Minijob. Das steht im Arbeitssicherheitsgesetz und gilt für jedes Unternehmen in Deutschland.
Was kostet betriebsmedizinische Betreuung?
Die Kosten hängen von Branche, Mitarbeiterzahl und Gefährdungsbild ab. Für ein Dienstleistungsunternehmen mit 50 Mitarbeitenden liegen wir typischerweise im niedrigen vierstelligen Bereich pro Jahr. Konkrete Zahlen liefert unser Kostenrechner für Unternehmen bis 100 Mitarbeitende; bei größeren machen wir das im persönlichen Gespräch.
Ist Betriebsmedizin steuerlich absetzbar?
Ja, vollständig als Betriebsausgabe. Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sind zusätzlich nach §3 Nr. 34 EStG bis 600 Euro pro Mitarbeitenden und Jahr lohnsteuerfrei – das gilt zum Beispiel für freiwillige Impfprogramme.
Kann ich Betriebsmedizin auslagern statt einen eigenen Arzt anzustellen?
Für die allermeisten Unternehmen ist Auslagerung sinnvoller. Ein angestellter Betriebsarzt rechnet sich erst ab mehreren hundert Mitarbeitenden mit hoher Untersuchungsdichte. Wir arbeiten als externer betriebsärztlicher Dienst und werden auf Stundenbasis oder als Jahresvertrag bezahlt.
Müssen die Mitarbeitenden zur Praxis kommen oder kommen Sie zu uns?
Beides geht. Wenn viele Untersuchungen anstehen, organisieren wir Onsite-Sprechstunden bei Ihnen vor Ort – das spart Zeit für beide Seiten. Bei einzelnen Terminen oder besonderen Untersuchungen (Belastungs-EKG, Lungenfunktion, Blutentnahmen) ist unsere Praxis am Hauptbahnhof die bessere Wahl.
Wie sieht es mit Datenschutz aus?
Ärztliche Befunde unterliegen der Schweigepflicht. HR und Geschäftsführung bekommen nur das, was sie brauchen – im Wesentlichen Eignungsaussagen (geeignet / nicht geeignet / befristet geeignet), keine Diagnosen.
