Warum ist die G 33 Untersuchung notwendig?
Viele aromatische Nitro- oder Aminoverbindungen sind als gesundheitsschädlich oder sogar krebserzeugend eingestuft. Da für einige dieser Stoffe keine festen Grenzwerte existieren, ist eine regelmäßige Überprüfung der Gesundheit der Beschäftigten essenziell. Der Hauptaufnahmeweg erfolgt über die Atemwege oder durch Hautkontakt, was bei mangelnder Schutzkleidung zu Vergiftungen führen kann.
Tätigkeiten mit höherer Exposition
Die G 33 Untersuchung ist besonders für folgende Arbeitsbereiche und Verfahren relevant:
•Herstellung und Verarbeitung von Farbstoffen, Explosivstoffen und Schädlingsbekämpfungsmitteln: Besonders, wenn Produkte noch freie aromatische Nitroverbindungen enthalten.
•Produktion synthetischer Farbstoffe: Anwendungen in der Leder-, Papier-, Pelz- oder Haarfärbemittelindustrie.
•Gummiindustrie: Herstellung von Reaktionsbeschleunigern und Oxidationshemmern.
•Abbrucharbeiten: Insbesondere bei Produktionsanlagen ohne ausreichende Vorreinigung und Kontaminationskontrolle.
Untersuchungsumfang der G 33
Die arbeitsmedizinische Vorsorge G 33 umfasst eine Reihe diagnostischer Maßnahmen:
1. Anamnese: Erfassung der beruflichen Exposition und gesundheitlichen Vorgeschichte.
2. Körperliche Untersuchung: Schwerpunkt auf Organe und Systeme, die durch die Stoffe belastet werden könnten.
3. Laboruntersuchungen:
•Großes Blutbild (gr. BB)
•Leberwerte (SGOT, SGPT, GGT)
•Kreatinin und Urin.
4. Biomonitoring: Wenn entsprechende Verfahren und Grenzwerte verfügbar sind.
5. Zusatztests: Bei Bedarf, wie CDT zur Erkennung spezifischer Belastungen.
Untersuchungsfristen
Die Intervalle der G 33 Untersuchungen richten sich nach der Exposition:
•Alle 6–12 Monate: Bei hoher Belastung.
•Alle 2 Jahre: Bei geringerer Exposition, abhängig vom ärztlichen Ermessen.
Warum ist Biomonitoring wichtig?
Das Biomonitoring ist ein zentraler Bestandteil der G 33 Untersuchung, da es ermöglicht, die Belastung durch aromatische Nitro- oder Aminoverbindungen direkt im Körper zu messen. Dies ist besonders wichtig, da viele dieser Stoffe keine festgelegten Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) besitzen.